Drei

„Drei ist die Zahl, bis zu der du zählen sollst, nicht bis vier und auch nicht bis zwei. Die fünf scheidet völlig aus.“ (Monty Python)

Die Drei war tatsächlich der heimliche Dreh- und Angelpunkt der Offenen Lesebühne am vergangenen Montag.
Von unserer Kerntruppe waren ganze drei Mitstreiter anwesend und auf den Lesezettel hatten sich drei Autor_innen eintragen lassen und Leovinus personifizierte die Dreieinigkeit – dazu später mehr.

Ganz der Tradition folgend bat er die diesmalige Themenbeauftragte Ulrike Lynn auf die Bühne, auf dass sie ihre Geschichte zum Thema „Drogen“ vortrage. Und, ja, es _war_ eine Geschichte, wie (zum mittlerweile wiederholten Male) betont wurde. Sie melangierte aufs Feinste Drogen, Sex und Jugend. Die Frage, ob man auf Ecstasy Sex haben sollte oder besser doch nicht, wurde zwar nicht mit einem eindeutigen Statement beantwortet, jedoch fand Ulrikes Geschichte verdiente Zustimmung in der Runde, die diesmal aus etwa 15 Zuhörern bestand.

Als Herren in der Mitte wurde Heiko auf die Bühne gebeten, auch wenn sein Text weder mittelmäßig noch vermittelnd wirkte. Er schilderte nicht Jugend- sondern Urlaubserlebnisse, denen er auf seiner Reise durch die verschiedenen Lesebühnen der näheren und ferneren Umgebung unterzogen wurde. Auf typisch satirische Weise erfuhren wir von den Qualen, die er beim Lauschen vermutlich weniger talentierter jugendlicher Autorinnen durchlitt. Dass dabei auch ein Plüschhamster immerhin als Wutableiter eine Rolle spielte, soll hier nicht unerwähnt bleiben.

John Cleese von den Monty Python würde nun sagen: And now for something completely different. Denn als Dritte in der Runde hatte sich Frau Jungbluth bereits per Mail angemeldet. Sie arbeitet an ihrer Autobiographie, welche vor allem für angehende und bereits tätige Mediziner höchst interessant werden dürfte. Frau Jungbluth (es widerstrebt mir hier, sie zu duzen) war 50 Jahre lang als Ärztin in Berlin tätig. Es kann nicht einmal ausgeschlossen werden, dass ihre Wege und die des Autoren dieser Zeilen sich bei der Geburt des letzteren schon einmal gekreuzt haben, da sie nur ein Jahr davor ihren Dienst in der Entbindungsstation der Charité angetreten hatte. Die im Zimmer 16 vorgestellten vier Seiten ihres Buches konnten nur einen minimalen Eindruck eines erlebnisreichen Lebens vermitteln. Auch sie bedankte sich für die wie immer kritischen, aber freundlichen Anregungen aus dem Publikum des Zimmer 16.

Quasi als „Zugabe“ erklärte Mandane sich bereit, noch ihren kurzen Text „Abgelehnt“ zu lesen, welcher sich unter anderem sehr selbstironisch mit der Frage beschäftigte, ob man einen großen deutschen Verlag verklagen dürfe, weil der den „eigenen langweiligen Roman“ abgelehnt habe, während die ganzen anderen Langweiler wie Tolstoi, Mann oder Goethe ohne mit der Wimper zu zucken immer wieder veröffentlicht werden. Eine Idee, die dem einen oder anderem aus dem Publikum sicher nicht ganz fremd sein dürfte.

So können wir auf einen relativ kurzen, auf jeden Fall aber kurzweiligen Abend zurückschauen, an dessen Ende sich die oben erwähnte Drei in Leovinus manifestierte. Denn er vertrat nicht nur Stefan Greitzke als Moderator, ist zudem der Autor dieses Rückblickes, und wurde schließlich zum Themenbeauftragten des Monats September gewählt. Aus der Fülle der durchweg spannenden Angebote loste man ihm das Thema „Kissenschlacht“ zu, welches er nach kurzem Zögern dankbar annahm. Alle weiteren Vorschläge kann man demnächst als Foto bei Facebook bewundern.

Leovinus

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